Russland

Podoljakas Wochenrückblick: Erfolge bei Awdejewka und Artjomowsk, Angriffe auf Stromnetz der Ukraine

Juri Podoljaka meldet sich nach einer zehn Tage langen Krankheit zurück – mit einem Wochenrückblick. Er stellt einen Zusammenbruch des ukrainischen Stromversorgungssystems fest, der nach einem russischen Lenkflugkörper-Angriff auf die Energie-Infrastruktur am 23. November erfolgte und bis einschließlich Sonntag, 27. November – also vier Tage – anhielt.

Festzuhalten seien zudem Erfolge der russischen Truppen bei Artjomowsk und bei Ugledar am Frontabschnitt Donbass.

Und schließlich konstatiert der Journalist Vorbereitungen der ukrainischen Seite auf eine wohl für den Dezember geplante Offensive am Frontabschnitt Charkow-Swatowo – um diese aufzuhalten, legen russische Pioniertruppen eine umfassende zweite Verteidigungslinie an.

Juri Podoljaka ist ein ukrainischer politischer Blogger (auf YouTube hatte sein Kanal vor der Löschung durch die Verwaltung der Plattform 2,6 Millionen Abonnenten) und Journalist aus Sumy (er wohnt seit dem Jahr 2014 im russischen Sewastopol), dessen Einsichten im Zeitraum um den Beginn der Intervention in den russischen Medien zunehmend gefragter wurden.

Seine Analyseausgaben warten mit nur wenigen Zahlen auf – dafür vermittelt er durch Arbeit mit Karten aber ein gutes Verständnis vom räumlichen Umfang der jeweiligen Entwicklungen und bietet dann und wann kurzfristige Prognosen.

An Quellen bemüht Podoljaka einerseits offen zugängliche Daten: Dies sind Meldungen von Augenzeugen in den sozialen Medien sowie Meldungen des russischen, aber auch des ukrainischen Verteidigungsministeriums. Andererseits gibt er Insiderquellen an: Neben solchen in den Volksmilizen und Sicherheitsorganen der Volksrepubliken Donezk und Lugansk seien dies solche in den ukrainischen Sicherheits- und Regierungsbehörden, die er aufgrund alter Beziehungen aus der Zeit als ukrainischer Journalist noch zu unterhalten erklärt. Um es mit dem aktuellen Jargon der Aufklärungsdienste auszudrücken, ist Juri Podoljaka also vornehmlich ein OSINT-Analyst.

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Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.