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Liveticker Ukraine-Krieg – IAEO: AKW Saporoschje von Reserve-Versorgungsleitung abgeschaltet

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – IAEO: AKW Saporoschje von Reserve-Versorgungsleitung abgeschaltetQuelle: Sputnik © Pawel Lissizyn
  • 21.02.2024 16:06 Uhr

    16:06 Uhr

    Russlands Außenministerium: Ukraine attackiert Zivilisten aus Ärger über Niederlagen

    Die Sprecherin des Außenministeriums in Moskau, Maria Sacharowa, erklärt die Angriffe der Ukraine auf Zivilisten in Russland mit Ärger über Misserfolge auf dem Schlachtfeld. Ein Kommentar der Diplomatin zu der Ukraine-Krise lautet wie folgt:

    "Heute hören die ukrainischen Neonazis nicht auf, Zivilisten der russischen Regionen mit westlichen Waffen anzugreifen. Da sie auf dem Schlachtfeld eine Niederlage nach der anderen erleiden, was die jüngste Befreiung von Awdejewka ausdrücklich bestätigt, lassen sie ihren Ärger an schuldlosen Menschen aus."

    Sacharowa macht darauf aufmerksam, dass die Streitkräfte der Ukraine die Drohnenangriffe fortsetzten. Am vergangenen Samstag seien über fünf Gebieten Russlands insgesamt 33 unbemannte Flugobjekte abgefangen worden. All diese Verbrechen seien von russischen Sicherheitsdiensten verzeichnet worden. Die Täter würden unbedingt festgestellt und zur Rechenschaft gezogen, verspricht Sacharowa.

  • 15:39 Uhr

    FSB wirft "British Council" Anwerbung von Flüchtlingen vor

    Russlands Inlandsgeheimdienst FSB beschuldigt die britische Einrichtung "British Council" der nachrichtendienstlichen Aktivitäten und der Anwerbung von Flüchtlingen. In der Erklärung des Ressorts heißt es:

    "Insbesondere wurde festgestellt, dass die ausländische Organisation ukrainische Flüchtlinge ausnutzt, die auf dem Territorium des Vereinigten Königreichs leben, um nachrichtendienstliche Informationen militärisch-politischer Natur durch bestehende, enge Verbindungen im Gebiet Cherson zu erhalten."

    Nach Angaben des Inlandsgeheimdienstes wandte sich ein Einwohner von Nowaja Majatschka an den FSB. Dieser habe "früher ultranationalistische Ansichten" geteilt und demzufolge sei versucht worden, ihn in kriminelle Aktivitäten hineinzuziehen.

    Die russischen Sicherheitsdienste ermitteln nun die Aktivitäten des "British Council" im Gebiet Cherson und überprüfen die Personen, die auf vertraulicher Basis mit der Organisation zusammengearbeitet haben sollen.

  • 15:12 Uhr

    IAEO: AKW Saporoschje von Reserve-Versorgungsleitung abgeschaltet

    Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), Rafael Grossi, berichtet, dass das Atomkraftwerk Saporoschje am Dienstag, den 20. Februar, von der letzten externen Reserve-Versorgungsleitung abgeschaltet worden sei und Strom nun von der einzigen funktionierenden Stromleitung erhalte. Grossi weist darauf hin, dass dies einmal mehr "die fragile Situation" der nuklearen Sicherheit um das AKW untergrabe:

    "Das AKW Saporoschje hat den Kontakt zur letzten externen Reservestromleitung verloren und erhält den benötigten Strom über die einzige 750-kW-Leitung."

    Zuvor hatte Rafael Grossi erklärt, dass die Situation um das AKW Saprooschje nicht als stabil angesehen werden könne. Er äußerte sich besorgt über die Tatsache, dass die Anlage achtmal von der externen Stromversorgung abgeschaltet wurde, was das Kühlsystem des Reaktors gefährdete. Er zeigte sich auch unzufrieden mit der Anzahl der AKW-Mitarbeiter.

  • 14:52 Uhr

    Sacharowa: London drängt Kiew zu Angriffen tief im russischen Gebiet

    Großbritannien drängt die Ukraine öffentlich dazu, Angriffe auf Objekte tief auf dem Territorium Russlands durchzuführen, erklärte die Sprecherin des Außenministeriums in Moskau, Maria Sacharowa.

    Die Diplomatin erinnerte, dass die russische Luftabwehr vor kurzem eine Langstrecken-Drohne des Typs Banshee Jet 80+ vom Himmel geholt habe. Das unbemannte Flugzeug aus britischer Produktion sei bei der Stadt Nowoasowsk in der Volksrepublik Donezk abgefangen worden. Dies zeige, setzte Sacharowa fort, dass London ukrainische Neonazis offen dazu ermutige, tief im russischen Staatsgebiet liegende Ziele anzugreifen. Sie hätten jedoch kein Erfolg: Russlands Streitkräfte würden eine angemessene Antwort geben.

    Außerdem verspreche das britische Verteidigungsministerium, London und Riga würden eine "Koalition der Drohnen" anleiten. Es scheint, Sacharowa zufolge, als möchte Großbritannien erneut den Grad des Konflikts erhöhen und diesen weiter eskalieren.

  • 14:30 Uhr

    Exklusive Drohnenaufnahmen aus Awdejewka

    Von Awdejewka sind es nur 15 Kilometer bis ins Stadtzentrum von Donezk – selbst für leichte Artillerie erreichbar. Seit 2014 war Awdejewka für die ukrainischen Streitkräfte der wichtigste Vorposten, um die einstige Millionenstadt Donezk zu beschießen. Fast volle zehn Jahre gab es daher immer wieder schwere Gefechte um Awdejewka. Angesichts der verhärteten Frontlinie sprachen Analysten von einer "Pattsituation wie im Ersten Weltkrieg".

    Im Oktober 2023 begann die Offensivoperation der russischen Streitkräfte, die im Februar 2024 zum fluchtartigen Rückzug der ukrainischen Truppen aus Awdejewka führte. Die Befreiung von Awdejewka wird in die Geschichte der modernen Kriege eingehen. Vor unseren Augen hat die russische Armee einen Ausweg aus der "Pattsituation" des Stellungskrieges gefunden.

  • 14:05 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Generalleutnant Igor Konaschenkow, der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, äußert sich zu den Fortschritten der militärischen Sonderoperation in der Ukraine. Er erklärt, die russische Luftabwehr habe innerhalb von 24 Stunden 12 HIMARS-Raketen und eine JDAM-Lenkflugbombe abgeschossen. Darüber hinaus seien 99 ukrainische unbemannte Flugzeuge zerstört worden.

    In den Frontabschnitten Kupjansk, Donezk, Awdejewka, Süddonezk und Cherson fügte das russische Militär den ukrainischen Truppen Feuerschaden zu. Hierbei seien im Laufe des Tages mehr als 1.190 ukrainische Soldaten getötet oder verwundet worden. Darüber hinaus seien sechs Panzer, acht Schützenpanzer, zwölf gepanzerte Kampffahrzeuge, 36 Fahrzeuge, vier Kleinlastwagen, ein Grad-Mehrfachraketenwerfersystem, vier D-30-Haubitzen, eine selbstfahrende Akazija-Artillerieeinheit, eine selbstfahrende Artillerieeinheit vom Typ Zuzana aus slowakischer Produktion, ein AN/TPQ-36-Radar und ein AN/TPQ-37-Radar zerstört oder getroffen worden.

    Russische Flugzeuge, Drohnen, Raketen und Artillerie trafen im Laufe von 24 Stunden ein Treibstoffdepot sowie Personal und militärische Ausrüstung der ukrainischen Streitkräfte in 123 Bezirken. Darüber hinaus sei ein Munitionsdepot der ukrainischen Streitkräfte zerstört worden.

    Insgesamt seien seit Beginn der militärischen Sonderoperation 572 Flugzeuge, 266 Hubschrauber, 13.042 unbemannte Luftfahrzeuge, 471 Flugabwehrraketensysteme, 15.149 Panzer und andere gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.223 Mehrfachraketenwerfer, 8.124 Feldartillerie- und Mörsergeschütze und 18.900 Einheiten militärischer Spezialfahrzeuge zerstört worden, so Konaschenkow.

  • 13:29 Uhr

    Erste Gruppe ukrainischer Piloten schließt Ausbildung an F-16 im Sommer ab

    Vier Piloten der ukrainischen Luftwaffe werden ihre Ausbildung an F-16-Kampfjets bis zum Sommer abschließen. Wie CNN mit Bezug auf Angaben der Nationalgarde des US-Bundesstaats Arizona berichtet, haben die Piloten mit dem Training Mitte Oktober 2023 im 162. Jagdgeschwader begonnen.

    Laut einer Sprecherin der Nationalgarde begann eine weitere Gruppe von ebenfalls vier ukrainischen Piloten ihre Ausbildung im Januar. Eine dritte Gruppe besuche derzeit eine Schulung in der englischen Sprache, die für das Bedienen von F16-Kampfjets der vierten Generation erforderlich sei. Zwischen Mai und August würden die Teilnehmer die Ausbildung abschließen, ein präziser Zeitrahmen sei aber von dem Fortschreiten des Trainingsprogramms abhängig.

  • 13:02 Uhr

    Leiter des ukrainischen Militärgeheimdienstes räumt schwierige Lage der Armee ein

    Schon mehrmals räumten ukrainische Militärangehörige eine kritische Lage der Armee ein. Nun offenbart das auch der Leiter des ukrainischen Militärgeheimdienstes Kirill Budanow. Die US-Tageszeitung The Wall Street Journal berichtet unter Bezugnahme auf Budanow:

    "Kirill Budanow erkannte die Notlage der ukrainischen Truppen an, die zahlenmäßig und waffentechnisch unterlegen sind."

    Am Dienstag sprach der ukrainische Präsident Selenskij über die schwierige Situation für die ukrainischen Streitkräfte an mehreren Frontabschnitten, an denen russische Streitkräfte angreifen. Laut Selenskij profitiert Russland von der Verzögerung der westlichen Hilfe für Kiew.

  • 12:26 Uhr

    Awdejewka: Ukrainische Soldaten verminen Leichen getöteter Kameraden

    Beim Rückzug aus Awdejewka haben ukrainische Truppen die sterblichen Überreste ihrer getöteten Kameraden vermint. Dies berichtet Igor Kimakowski, ein Berater des Chefs der Volksrepublik Donezk, gegenüber der Nachrichtenagentur TASS. Der Beamte wörtlich:

    "Unsere Stoßtruppen haben vor einigen Stunden mehrere Privathäuser entdeckt, in denen die Leichen ukrainischer Soldaten gefunden wurden. Bei der Untersuchung der Häuser stellte sich heraus, dass diese mit Sprengfallen versehen waren."

    Kimakowski betont, dass solche Sprengfallen auch entlang der Straße entdeckt wurden, auf der Kiews Truppen Awdejewka verlassen haben.

    Am Dienstag hatte Kimakowski mitgeteilt, dass russische Pioniertruppen bereits 400 Minen entschärften.

  • 12:05 Uhr

    Ukrainische Armee greift Belgorod mit mehreren Drohnen an – eine Zivilistin verletzt

    Mehr als zehn unbemannte Flugzeuge der ukrainischen Streitkräfte haben in den zurückliegenden 24 Stunden das Gebiet Belgorod angegriffen, etwa 30 Geschosse wurden auf Siedlungen der Region abgefeuert. Dies berichtet Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow.

    Bei der Stadt Schebekino schlugen sechs Mörsergranaten ein. Infolge des Angriffs wurde eine Einwohnerin verletzt. Ein Geschoss durchschlug das Dach ihres Hauses. Die Frau erlitt eine Kopfverletzung und eine Prellung. Jedoch lehnte sie es ab, in ein Krankenhaus gebracht zu werden und alle notwendige Hilfe wurde ihr vor Ort geleistet.

    Auch anderenorts kam es zu Schäden an Häusern und Infrastruktur. Todesopfer oder Verletzte gab es keine, geht aus Gladkows Erklärung hervor.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.