Gesellschaft

Der tägliche Wahnsinn: Taz-Redaktion schockiert: In Deutschland sind "nur 969 Menschen divers"

"Schöne neue Welt" oder einfach nur der normale Irrsinn? Täglich ist man als Medienkonsument mit Meldungen aus allen möglichen Themenbereichen konfrontiert, die man vor wenigen Jahren noch als Satire verbucht hätte. Wir präsentieren hier in loser Folge eine kleine Auswahl aktueller Fälle.
Der tägliche Wahnsinn: Taz-Redaktion schockiert: In Deutschland sind "nur 969 Menschen divers"Quelle: www.globallookpress.com © Fabian Sommer

  • 12.07.2024 10:45 Uhr

    10:45 Uhr

    taz-Redaktion schockiert: In Deutschland sind "nur 969 Menschen divers"

    Trotz anhaltender aggressiver Medienkampagnen in der Öffentlichkeit und begleitender Forderungen und Statements aus der Politik zu – vermeintlich unzureichenden – LGBTQ+-Rechten in Deutschland stellt sich für viele Bürger die Frage, wie viele Menschen diesem Lebensmodell hierzulande angehören oder unter einer angeblichen Missachtung ihrer Rechte leiden. 

    Die Berliner taz, das solidarische Versteherblatt der woken Hauptstadt-Community, zeigt sich über die Antwort auf eine "Sonderanfrage der taz" zu den jüngsten Zensusdaten über die nüchterne Realität, die die Zahlen des Statistischen Bundesamts offenbaren, schockiert. Die Zeitung stellt fest:

    "Nur 969 Menschen divers – Erstmals hat der Zensus Menschen gezählt, die als 'divers' gemeldet sind. Die Zahlen liegen der taz vor. Warum sind sie so niedrig?"

    Nach Recherchen der taz-Redaktion leben in Deutschland nach alter Betrachtungsweise "genau 42.044.446 Frauen und 40.672.866 Männer (Stand 2022)". Die Sonderanfrage ergab detaillierter:

    "1.259 Personen machten keine Angabe, 969 bezeichneten sich als divers. Prozentual sind also 0,001522 Prozent der Bevölkerung ohne Angabe und 0,001171 Prozent divers, zusammen 0,002693 Prozent. Das ist absurd wenig."

    Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, obwohl es die Zahlen nun einmal belegen, führt die taz die Behauptung ins Feld:

    "Die Deutsche Gesellschaft für Trans*- und In­ter*­ge­schlecht­lich­keit (dgti) schätzt (sic!), dass tatsächlich ca. 1,7 Prozent der Bevölkerung intergeschlechtlich sind. Die Option 'divers' gibt es erst seit Dezember 2018." 

    Die Wirklichkeit von 0,002693 Prozent bleibt weit hinter diesen "Schätzungen" zurück. Die taz-Redaktion erklärt die Realitäten mit dem Zahlenbeispiel:

    "2.228 – ungefähr so viele Einwohner haben Alveslohe in Schleswig-Holstein oder Felixsee in Brandenburg. Und so viele Menschen sind in Deutschland laut den neuen Zensusdaten weder Mann noch Frau."

    Entgegen dieser Tatsache kommt der taz-Beitrag allerdings zu der Schlussfolgerung, dass "trotz aller Diskriminierung der Bedarf nach Geschlechterkategorien außerhalb des binären Systems wächst". 

  • 10.07.2024 14:21 Uhr

    14:21 Uhr

    Hey, alle mal hersehen – Emilia hat ein neues lustiges Video gemacht

    Emilia Fester (Jahrgang 1998), im Jahr 2021 als jüngste Abgeordnete in den Deutschen Bundestag gewählt, hat wieder etwas Zeit gefunden, also abgeknapst, im eng getakteten Terminkalender einer dauergestressten Berufspolitikerin, um ihre sehr spezielle Vorstellung von Inhaltsvermittlung zu präsentieren. So kündigt sie ihre jüngste Videopräsentation wie folgt an (Originalschreibweise):

    "...von eurer lieblings linksgrünversifften, weiterhin tanzenden Abgeordneten im Bundestag."

    Fester möchte mit ihren regelmäßigen Instagram-Videos nicht provozieren. Für sie vollkommen unverständlich in der Kritik, zitiert sie zu ihrer favorisierten Selbstdarstellung den – vermeintlich – jüngsten Beweggrund, die Kritik eines Betrachters: "Hör auf, im Bundestag zu tanzen oder lern einen chinesischen Song". 

    Festers regelmäßiges Anliegen ist es dabei, zu ihr wichtigen politischen Themen in Verbindung mit einem kleinen Tänzchen, "humorvollen" Darstellungen oder Halbplayback-Gesangseinlagen Stellung zu beziehen. 

    Renate Künast, Grünen-Urgestein, frühere Grünen-Chefin sowie Bundeslandwirtschaftsministerin in der Regierung von Gerhard Schröder, teilte ihrem Berliner Wahlkreis zu den Gründen ihres Rückzugs aus der Politik mit:

    "Es ist jetzt Zeit, um Platz für Jüngere zu machen." 

    Nun denn, "Glück auf" und weiter so, Bündnis 90/Die Grünen. Das Projekt +- 10 Prozent kann in der Person Emilia Fester, die "zweite Bundestagsabgeordnete, die sich als bisexuell outet", nur als stabile und zuverlässige Zuarbeiterin des desaströsen Regierungsduos Baerbock-Habeck gewertet werden. Oder wie es Frau Fester aktuell inhaltlich in ihrer Ausschreibung eines Praktikumsplatzes in ihrem "Team" sehr ehrlich zusammenfasst:

    "Du stellst es dir spannend vor, mit mir und meinem Team die Lebensrealität junger Menschen in den Fokus der Politik zu stellen? 

    Du bist immer up to date zu den aktuellen Trends auf Insta & TikTok und hast Spaß daran, bei deren Umsetzung kreativ zu werden?

    🤳 Du hast Lust, Erfahrungen in der politischen Kommunikation zu sammeln? Dann bewirb dich jetzt!"

  • 10:52 Uhr

    "Unschuld verloren" – "Döp dödö döp" führte zu mehr als 360 Polizeieinsätzen

    Das SPD-nahe RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) resümiert in einem Artikel, wie oft landesweit, nachdem "die Dancepop-Hymne 'L'amour toujour' ihre Unschuld verloren" hatte, erkennungsdienstliche Maßnahmen der Polizei zum Strafbestand "Döp dödö döp" durchgeführt werden mussten. In dem Artikel heißt es:

    "Hunderte Fälle – 'L'amour toujours': Ein Lied beschäftigt die Polizei. In mindestens 368 Fällen wurde zwischen Oktober 2023 und Juni 2024 die Polizei eingeschaltet, weil 'L'amour toujours' mit ausländerfeindlichen Parolen gesungen wurde. Von der privaten Gartenfeier über Volksfeste ist alles dabei – bis hin zu Vorfällen in Klassenzimmern."

    Die Zahlen wurden durch eine RND-Umfrage "in allen Bundesländern" ermittelt. Die Statistik ergab:

    "Spitzenreiter der Abfrage ist Nordrhein-Westfalen: Von November 2023 bis einschließlich Juni 2024 ereigneten sich 96 Fälle. In Mecklenburg-Vorpommern wurden zwischen Oktober 2023 und Juni dieses Jahres 45 Fälle bei der Polizei bekannt. Das Landeskriminalamt in Baden-Württemberg zählte bis Anfang Juli 2024 insgesamt 40 Fälle. In Hessen gab es bislang 25 Fälle."

    Die Bundesländer Bayern und Sachsen sahen sich "als einzige Länder" nicht in der Lage, "überhaupt Informationen mitzuteilen".

    Am 24. Mai hatte die Bild-Zeitung über einen seitens der Springer-Redaktion deklarierten "Nazi-Skandal" berichtet. Anlass war die rasche Online-Verbreitung eines wenige Sekunden langen Videomitschnitts von einer gut besuchten Feier in einer Sylter Promi-Bar namens "Pony". 

    Es folgte die Causa "L'amour toujours", die sich bis zum Politikum hochschaukelte. Es folgten "Abspielverbote" der "provozierenden" Melodie auf Großveranstaltungen, wie dem Oktoberfest in München, aber auch in Großraumdiskotheken und für Dorf-DJs.

    "Nicht selten" sei es laut RND-Artikel auch vorgekommen, "dass der Hitlergruß dabei gezeigt wird. Spätestens dann liegt eine Straftat vor." Die Polizeibeamten seien jedoch "mitunter auch schon gerufen [worden], wenn allein das Lied läuft, obwohl das Abspielen des Dance-Hits allein noch keine Straftat darstellt." So etwa geschehen am 19. Juni, als eine Feiergruppe bestehend aus Bulgarinnen, Rumäninnen und Ukrainerinnen gemaßregelt werden musste.

  • 8.07.2024 12:15 Uhr

    12:15 Uhr

    "Auch wenn es sich anders anfühlte – Heißester Juni seit Aufzeichnungsbeginn"

    Seit Jahrzehnten werden medial mit unterschiedlichsten Untergangsszenarien "Klimakrisen-Endzeitstimmungen" angekündigt, und aktuell der dauergestressten Psyche der Menschen regelrecht aufgenötigt. So hieß es für den Juli 1974 beim Spiegel:

    "'Wir konnten', so die bekannte Dr. Elisabeth Kleissen vom Hamburger Seewetteramt, 'nicht einmal für einen Zeitraum von 24 Stunden genaue Prognosen liefern.' 'Seit Jahren', so erläuterte die Expertin, habe es über Deutschland keinen 'so unangenehmen, unbeständigen Wettertyp' gegeben."

    Weitere zahlreiche, regelmäßige und ungenaue Prognosen zogen ins Land. Vierzig Jahre später hieß es dann wenig erbauend, erneut beim Spiegel:

    "Es ist fast sicher, dass 2010 unter den drei wärmsten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen 1850 ist."

    Die Fachleute waren sich aber "nur fast sicher", bis zum 8. Juli 2024. Die ARD-Tagesschau vermeldet todernst:

    "Auch wenn es sich in Deutschland anders anfühlte: Der Juni war global laut EU-Klimawandeldienst Copernicus der wärmste Juni seit Aufzeichnungsbeginn. Dies sei ein Beleg für die 'fortdauernde Veränderung unseres Klimas'."

    Was sagt denn die offizielle Statistik, zum Thema "gefühlter" Werte? Die Webseite Wetter.net präsentiert den "Juni 2024 in Zahlen". So heißt es im Artikel:

    "Der Juni zeigte sich in seinen klimatischen Bedingungen als ein weitestgehend durchschnittlicher Monat. Mit einer mittleren Temperatur von 16,75 Grad, die nur um 0,4 Grad wärmer war als das langjährige Mittel, verzeichneten wir eine gemäßigte Klimabilanz."

    Die Tagesschau-Redaktion versicherte korrigierend mit eigenen "weltweiten" Zahlen im Artikel aus dem klimatisierten ARD-Hauptstadtbüro:

    "Die durchschnittliche, weltweite Oberflächen-Lufttemperatur im Juni betrug demnach 16,66 Grad. Damit lag sie 0,67 Grad über dem Juni-Durchschnitt von 1991 bis 2020 und 0,14 Grad über dem bisherigen Höchstwert vom Juni 2023."

    Kritische X-Kommentare, auch "Dummnazi-Klimaleugner und Putin-Bots" betitelt, empfahlen:

    "Wadenwickel bei Euren Märchenschreibern könnten helfen." 

    Ein anderer X-Nutzer erinnerte an die Tagesschau-Schlagzeile vom November des Vorjahres. Diese lautete:

    "EU-Klimawandeldienst . So heiß wie seit mindestens 125.000 Jahren nicht."

  • 5.07.2024 08:48 Uhr

    08:48 Uhr

    Klingbeil-Botschaft: Rechts, rechts, rechts, Faschisten, rechtsextrem, rechtsextrem

    Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil hat sich einem aktuellen Instagram-Video sehr besorgt über die Lage im Land gezeigt. Der überzeugte "Antifaschist" erklärte:

    "Liebe Leute, die Lage ist ernst – und nicht erst seit gestern, sondern zunehmend und schon lange."

    "Wir alle" im Land hätten "doch die Wahrnehmung, dass etwas ins Rutschen kommt" mahnt Herr Klingbeil einfordernd an. Es folgen in in weniger als zwei Minuten zehnmal die Begriffe "Nazis", "Rechtsextreme" und "Faschisten", die alle zusammen "Pläne schmieden, wie sie dieses Land verändern wollen". Wie, wann und warum erklärt Herr Klingbeil nachdrücklich in seinem Video.

    In einer ARD-Fernsehreportage im Jahr 2019 hatte Klingbeil seine politischen Wurzeln verraten. Diese befänden sich "aktiv" bei der Antifa. Die Dokumentation trug den Titel: "Die Notregierung – Ungeliebte Koalition":

  • 4.07.2024 17:27 Uhr

    17:27 Uhr

    EM-Orakel der Stunde: Furtwanger Darmbakterien

    Bei EM-Spielen ist es aufgrund der mit Fußballspielen einhergehenden Massenverblödung mittlerweile fast schon Tradition, dass im Vorfeld diverse "Tier-Orakel" befragt werden. In diesem Jahr sorgte die Hochschule Furtwangen für Aufsehen, da sie besonders skurrile Exemplare zur Vorhersage nutzte: Wie das Boulevard-Blatt Bild ganz begeistert feststellte, nutzt man dort Darmbakterien. Angeblich haben die Bakterien bisher schon viermal richtig gelegen.

    Der Mikrobiologe Markus Egert verteilt die Organismen dazu in einer Petri-Schale und lässt sie in einer Nährlösung im Brutschrank wachsen. Nach 36 Stunden wird die Schale herausgeholt und an einer vorher festgelegten Stelle mit Fußballfeld und Nationalflaggen beklebt. Egert erklärt:

    "Wir zählen, in wessen Strafraum sich die meisten Bakterien-Kolonien gebildet haben. Eine höhere Zahl von Kolonien deutet auf mehr Tore hin."

    Weiter heißt es, die Kompetenz der Bakterien stehe für Eggert außer Frage:

    "Bakterien leben seit vier Milliarden Jahren auf der Erde. Sie haben viel Erfahrung."

    Nach diesem Bericht fragt man sich nur, wann man das Konzept ausweitet und auch Regierungsentscheidungen lieber von Darmbakterien treffen lässt. Angesichts der besch*ssenen Lage in der Bundesrepublik würde dies vermutlich ohnehin keinen Unterschied mehr machen.

  • 09:41 Uhr

    Bundeszentrale für politische Bildung klärt auf: Sommermärchen 2006 "schuld am Rechtsruck"

    Die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern. Damit ist Nancy Faeser sozusagen die Chefin. 

    Eine junge Social-Media-Mitarbeiterin der BpP, die die aktuellen hippen Trendvorgaben des "Micro Pony" zu 100 Prozent bedient, möchte aktuell anvisierten sinnsuchenden Jungfollowern auf Instagram mal wieder erklären, was "rechts" ist, wo die Wurzeln des "Rechtsrucks" im Land zu suchen sind. Wörtlich erklärt die BdP-Agitatorin:

    "Sind Poldi, Klinsi und Co. schuld am Rechtsruck in Deutschland? Steile These, aber da könnte schon was dran sein."

    Um die steile These nachdrücklich zu vermitteln, folgt im Video ein "kurzer Throwback" in das Jahr 2006. Es folgen historische Darlegungen zu Angela Merkel und Taylor Swift und wörtlich weiter:

    "Wir sind im Jahr 2006 (…) und Deutschland kennt man in der Welt vor allem für zwei angefangene Weltkriege und vielleicht noch den Mauerfall."

    Unkommentiert, ohne weitere Erklärungen für die jungen Zuschauer, wird dann John F. Kennedy bei seiner Rede am 26. Juni 1963 in Berlin eingeblendet. 

    "Doch dann", also 2006, kam die Fußball-WM der Männer nach Deutschland. So weit, so unspektakulär "unrechts". Jedoch, sapperlot, erklärt die Micro-Pony-Trägerin wörtlich:

    "Und da durften die Deutschen wieder Flagge zeigen, ohne dass es irgendwie nationalistisch wirkte, weil es halt nur Fußball war."

    Es gab aber – Achtung – "plötzlich alle möglichen Fanartikel in Schwarz-Rot-Gold", also wie bei allen WM und EM-Ereignissen der Jahre und Jahrzehnte zuvor, jedoch shocking:

    "Alles, was ihr euch vorstellen könnt, alles."

    Durch die sportliche Leistung der deutschen Mannschaft sei dann laut BpP-Recherchen "ein neues Phänomen entstanden":

    "Fans trafen sich gemeinsam zum Public Viewing in Deutschlandfarben. Party-Patriotismus wurde das genannt."   

    Die Party "war im Halbfinale zwar vorbei", aber es gab ja die "Patriotismus-Afterhour" und die ging für die BpP und das BMI rückblickend mehr als bedenklich weiter, und zwar "auch außerhalb vom Fußball". Dies hatte damit zur Konsequenz (?):

    "Etwas weniger als zehn Jahre später laufen mit Pegida patriotische Europäer mit Deutschlandfahnen durch Dresden."

    Der deutsche Politikwissenschaftler Clemens Heni (Gründer und Leiter des 'Berlin International Center for the Study of Antisemitism') hätte der BpP-Jungredaktion nun bestätigt:

    "Ohne die WM 2006 wäre das so nicht möglich gewesen."

    "Und Pegida war erst der Anfang", weiß die junge Frau, denn es folgte eine "Radikalisierung der Rechten in Deutschland". Sollte ein BpP-Instagramm-Follower wörtlich "edgy" sein und bleiben, also laut Definition "scharfkantig, nervös, trendig, ausgefallen", könne er ruhigen Gewissens "schon mal fragen...." – sind Poldi, Klinsi und Co. schuld am Rechtsruck in Deutschland?" 

    Aufgrund mehrheitlich negativer Reaktionen und kontroversen Diskussionen wurde das Video im Verlauf des 4. Juli seitens der BpB-Redaktion gelöscht.

  • 2.07.2024 12:34 Uhr

    12:34 Uhr

    Bundesministerin Paus hisst erneut verbotene "Progress-Pride-Flagge"

    Anlässlich des kulturpolitisch eingeforderten und verordneten "Berliner Pride Month" haben sich Bundesministerin Lisa Paus (Grüne) und der "erste Queerbeauftragte einer Bundesregierung", Sven Lehmann (SPD), erneut gegen geltendes Recht positioniert und die sogenannte "Progress-Pride-Flagge" vor dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMSFJ) gehisst.

    Dies als subjektiv erkanntes "Zeichen für Akzeptanz und Selbstbestimmung, gegen Gewalt und Diskriminierung". Dieser Vorgang stellt dabei ein erneutes Politikum dar, wie die Nachrichtenseite Apollo News erinnert. Bereits in den Jahren 2022 und 2023 widersetzte sich das woke Duo der geltenden Rechtslage. So berichtete die Welt-Zeitung im Juli 2022:

    "Vor dem Bundesfamilienministerium weht eine Regenbogenfahne – allerdings in einer nicht genehmigten Version. Das zuständige Bundesinnenministerium wies auf den Verstoß hin, doch Grünen-Ministerin Lisa Paus will die Flagge weiter hängen lassen."

    Die sogenannte Progress-Regenbogenflagge enthält, gegenüber der klassischen Version der Regenbogenflagge, weitere Streifen in mehreren Farben, die in Dreiecksform aufgebracht sind, und zusätzlich einen Punkt. Sie symbolisiert damit vermeintlich "auch die Belange von Trans- und Intersexuellen, von Schwarzen und von 'People of Color', die ebenfalls von Rassismus betroffen sein können".

    Ein Sprecher des Innenministeriums erklärte gegenüber der Süddeutschen Zeitung, ebenfalls im Jahr 2022, dass auf ministerieller Ebene "nicht beliebig irgendwas geflaggt werden könne". Die Innenministerin habe die klassische Regenbogenflagge an Bundesgebäuden erlaubt, demgegenüber werde die Genehmigung von "anderen Logo-Flaggen an Bundesgebäuden grundsätzlich nicht erteilt". Dabei ginge es auch um "die Akzeptanz staatlicher Symbole in unserer Bevölkerung".

    Unbeeindruckt von den gesetzlichen Vorgaben schaut es im Jahr 2024 wie folgt vor dem Paus-Ministerium aus:

    Auch das Auswärtige Amt unter Paus Grünen-Kollegin Baerbock hat sich im "Berliner Pride Month" unmissverständlich positioniert:

  • 1.07.2024 13:45 Uhr

    13:45 Uhr

    ARD-Faktenfinder beruhigen: Gegner "töten" ist "Phrase" und "eine bekannte Formulierung"

    Die deutsche Nationalmannschaft besiegte am 29. Juni in Dortmund Dänemark mit 2:0. Verteidiger Antonio Rüdiger wurde im Anschluss ein Pokal als "Spieler der Begegnung" (Man of the Match) überreicht. Es kam zum Interview mit einer Reporterin und der Bitte an den Profi, "tief aus dem Fußballerherz" seine Emotionen und Gedanken zu vermitteln. Rüdiger unter anderem wörtlich:

    "Was wir kritisieren können, ist, dass wir sie ‒ die Dänen ‒ nicht schon vorher getötet haben. Wir haben zu viele Chancen liegen gelassen."

    Rüdigers Wortwahl im unmittelbaren Anschluss an ein überlanges Spiel wurde wenig überraschend in den sozialen Medien kontrovers wahrgenommen und diskutiert. Diese Realität wurde dann wiederum umgehend Bestandteil eines längeren ARD-Faktenfinderartikels mit der Überschrift:

    "EM als Ventil für rassistische Desinformation"

    Faktenfinder-Autorin Julia Kuttner ‒ "freiberufliche Journalistin und Trainerin für Online-Recherche und Verifizierung" ‒ erklärte wörtlich zur "Causa Rüdiger" nach professioneller Tiefenrecherche in den ARD-Archiven:

    "Die Phrase mag irritierend sein, ist aber im Fußball eine bekannte Formulierung. Sie wird zum Beispiel verwendet im Sinne von "den Sack früher zumachen müssen" oder es wird gesagt, man hätte der anderen Mannschaft "früher den Todesstoß versetzen müssen". Rüdiger ist auch nicht der erste deutsche Nationalspieler, der sie in einem Interview verwendet hat."

    Leider konnte oder wollte die Faktencheckerin dabei kein Beispiel eines anderen Nationalspielers zum Thema verbaler "Gegnertötungen" präsentieren. Das Resümee lautet daher im Artikel:

    "Der Satz wird in seinem Fall aktuell in den sozialen Netzwerken benutzt, um Rüdiger erneut islamistisches Gedankengut und reale Tötungsgedanken zu unterstellen."

  • 29.06.2024 09:02 Uhr

    09:02 Uhr

    "Styling-Kosten" von Baerbock angebracht, "sonst sieht man aus wie ein Totengräber"

    Die Hannoversche Allgemeinen Zeitung (HAZ) lud zusammen mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) und dem NDR Außenministerin Baerbock zum Plaudern ein. Das Geplänkel wurde den anwesenden Zuschauern in der Halle als "Bühnen-Talk" verkauft. Das RND schreibt zu dem Event und den null aussagenden Nichtantworten der Ministerin:

    "Außenministerin Baerbock spricht über die Unberechenbarkeit eines Donald Trump – und erklärt, worauf man sich bei ihr immer verlassen könne. Den Kopf in den Sand stecke sie nie."

    Zum Ende der Veranstaltung, die aufgezeichnet wurde – bis dato rund 2.800 Aufrufe bei YouTube – werden HAZ-Leserfragen an die gut gelaunte Politikerin gestellt. Die Moderatorin erklärt der irritierten Ministerin, dass vor allem die Leserinnen sehr häufig erfahren wollten:

    "Warum gibt sie so viel Geld für Styling aus?"

    Das freundliche Hannoveraner Saalpublikum reagierte mit einem Raunen, Baerbock mit einem kurzen Auflachen. Ihre Erklärung lautete:

    "Also, die Frage ist da auch immer wieder, so viel Zeit für Social Media habe ich nicht: Was ist jetzt wieder Styling?"

    Zum eingeblendeten Foto erklärt sie, die Jacke sei auch schon zehn Jahre alt, ihre "Anziehsachen" würde "niemand" bezahlen – Anmerkung: auch nicht die Steuerzahler? – und zum Thema "Maske" lauteten ihre Ausführungen:

    "Jetzt zum Beispiel auch, sie – die Moderatorinnen – sind ja auch geschminkt, ich bin geschminkt, weil im Fernsehen es meistens so ist, dass da viele Strahler da sind und das Licht auf einen strahlt. Immer gesagt wird, sie brauchen aber eine Maske, weil ansonsten sieht man aus wie ein Totengräber, weil man total grau ist.

    Als Außenministerin hätte sie "wenig Zeit, immer vor Ort rumzutelefonieren", ob sich eine passende Maskenbildnerin finden würde. Für die Steuerzahler bedeutet dies daher, dass eine eigene Maskenbildnerin im Auswärtigen Amt eingestellt werden muss.

    Diese Investition würde sich auszahlen, da "ich sehr, sehr viel reise und sehr viel unterwegs bin, zu Tag und zu Nachtzeiten, werden die Leute natürlich auch so bezahlt, dass wenn sie rund um die Uhr arbeiten, dass das entsprechend auch so ist, dass sich das an gesetzliche Vorschriften und Regeln hält". 

    Die Bild-Zeitung recherchierte:

    "Baerbock war im Jahr 2022 die Teuerste im Kabinett (136.552,50 Euro). Ihre Maskenbildnerin bekam eine Pauschale von 8.925 Euro (inkl. MwSt.) pro Monat."

    Zum Thema des jüngsten TV-Duells in den USA präsentierte sich Baerbock als gewohnt professionelle Diplomatin und Vollblutaußenministerin:

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.