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General Winter – NATO mit Schwierigkeiten, der Ukraine Winterbekleidung zu liefern

Berichten zufolge hat Kiew die Militärallianz gebeten, dringend Hunderttausende von Kampfuniformen und weiterer Ausrüstung für den kommenden Winter zur Verfügung zu stellen. Doch die NATO stößt da an Grenzen.
General Winter – NATO mit Schwierigkeiten, der Ukraine Winterbekleidung zu liefernQuelle: www.globallookpress.com © Frank Hoermann/SVEN SIMON via ww

Die Mitglieder der NATO haben bei ihren Bemühungen, die ukrainische Armee für den kommenden Winter mit ausreichender Bekleidung und Ausrüstung zu versorgen, alles Mögliche getan, berichtete die deutsche Zeitschrift Der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe. Kiew hatte die Allianz offenbar aufgefordert, dringend die notwendige Ausrüstung bereitzustellen, bevor das winterliche Wetter einsetzt.

Der ukrainische Verteidigungsminister Alexei Resnikow hatte laut Spiegel bereits Ende Juli einen Brief an den Generalsekretär der NATO Jens Stoltenberg geschrieben, in dem er das Militärbündnis aufgefordert hatte, bis zu 200.000 ukrainische Soldaten mit kälteresistenten Feldzelten und Kleidung zu versorgen. Die Kampfuniformen und die Ausrüstung müssten so schnell wie möglich geliefert werden, hatte der Minister laut dem Magazin hinzugefügt.

Seitdem haben mehrere NATO-Staaten ihre Lagerhäuser nach den benötigten Vorräten abgeklappert. Die Allianz bestätigte dem Spiegel, dass man zu diesem Thema innerhalb der Mitgliedstaaten in Kontakt stehe. Nach Berichten, die ebenfalls vom Spiegel zitiert wurden, haben bisher die USA und Kanada sowie Schweden und Finnland gemeinsam Lieferungen versprochen, deren Umfang bis zu 50 Prozent des Bedarfs der ukrainischen Armee decken könnte.

Verschiedene Kreise aus dem Umfeld der NATO-Mitglieder argumentieren jedoch, dass der größte Teil der vorhandenen Bestände den jeweiligen nationalen Armeen vorbehalten bleiben sollen, schrieb der Spiegel. Berichten zufolge hat das Bündnis angeboten, die an Kiew übergebenen Uniformen und Ausrüstungsgegenstände aus dem sogenannten NATO-Treuhandfonds zu begleichen, der mittlerweile mit 40 Millionen US-Dollar dotiert ist.

Berichten zufolge plant auch Deutschland, sich diesen Bemühungen anzuschließen, obwohl die Bundeswehr zuvor Schwierigkeiten zeigte, seine eigenen Truppen mit erforderlicher Ausrüstung auszustatten, so der Spiegel weiter. Mit der Zusendung von Winterbekleidung und Ausrüstung für Feldlager könne Berlin vor dem nahenden Winter "einen wichtigen Beitrag zur Verteidigung der Ukraine leisten", sagte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht.

Die Bundeswehr steht laut Spiegel einer Weitergabe ihrer Ausrüstung an die Ukraine eher "kritisch" gegenüber. Lambrecht selbst hatte zuvor immer wieder darauf hingewiesen, dass die Bundeswehr bei der Aufrüstung der Ukraine an die Grenzen ihrer Kapazitäten stößt. Erst im vergangenen Februar hatte die Bundeswehr wegen fehlender Winterkleidung für negative Schlagzeilen gesorgt. Die Wehrbeauftragte Eva Högl hatte erschreckende Ausrüstungsmängel bei den Bundeswehrsoldaten beklagt, die auf dem Militärstützpunkt Rukla in Litauen die russische Armee abschrecken sollen. Der Truppe fehlten wärmende Jacken, aber auch adäquate Unterwäsche, hatte sie der Augsburger Allgemeinen gesagt.

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