Europa

Rüstungsgigant KNDS geht an die Börse

Im Rüstungssektor steht ein Börsengang eines großen europäischen Konzerns bevor. Der deutsch-französische Hersteller KNDS will bis zu 20 Prozent seiner Anteile platzieren, die ausschließlich institutionellen Investoren angeboten werden sollen.
Rüstungsgigant KNDS geht an die Börse© Urheberrechtlich geschützt

Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS bereitet einen Börsengang in Paris und Frankfurt vor. Das Unternehmen zählt zu den größten Rüstungsherstellern Europas. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, will KNDS bis zu 20 Prozent seiner Anteile platzieren. Die Aktien sollen ausschließlich institutionellen Investoren im Rahmen einer Privatplatzierung angeboten werden. Ein öffentliches Angebot für Privatanleger ist nicht vorgesehen.

Im Geschäftsjahr 2025 erzielte KNDS einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand belief sich zum Jahresende auf 33,1 Milliarden Euro. Laut Reuters könnte der Konzern im Zuge des Börsengangs mit rund 15 Milliarden Euro bewertet werden.

Das Rüstungsunternehmen teilte zudem mit, dass eine Vereinbarung mit der Bundesregierung getroffen wurde. Demnach soll der Bund nach Abschluss der Platzierung einen Anteil von 40 Prozent am Unternehmen erwerben. Deutschland und Frankreich haben sich außerdem darauf verständigt, ihre Beteiligungen an KNDS in den kommenden zehn Jahren nicht unter 30 Prozent zu senken.

KNDS zählt zu den größten Rüstungsunternehmen Europas. Der Konzern war im Jahr 2015 aus dem Zusammenschluss des deutschen Panzerherstellers Krauss-Maffei Wegmann und des französischen Rüstungskonzerns Nexter hervorgegangen. Die Waffenschmiede hat ihren rechtlichen Sitz in Amsterdam, die deutsche Zentrale befindet sich in München. KNDS produziert unter anderem Kampfpanzer des Typs Leopard 2 und Leclerc, den Schützenpanzer Puma sowie die gepanzerten Fahrzeuge Boxer, Griffon und Serval. Zum Portfolio gehören zudem die Aufklärungsfahrzeuge Jaguar und AMX-10RC sowie Artilleriesysteme, Flugabwehrsysteme und Munition.

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