Afrika

UNO: Ebola-Ausbruch könnte Afrika Milliarden kosten

Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo könnte nicht nur die Gesundheitslage verschärfen, sondern auch erhebliche wirtschaftliche Folgen für den gesamten Kontinent haben. Nach Einschätzung der UNO stehen Milliardenverluste und Hunderttausende Arbeitsplätze auf dem Spiel.
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Der aktuelle Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) könnte den afrikanischen Ländern wirtschaftliche Verluste von bis zu 3,6 Milliarden US-Dollar verursachen und mehr als 300.000 Arbeitsplätze gefährden. Das erklärte der ständige Vertreter des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) und UN-Koordinator für humanitäre Hilfe in der DR Kongo Damien Mama.

Auf einem Briefing in Genf sagte Mama, selbst wenn sich der Ausbruch weitgehend auf die bereits betroffenen Gebiete beschränke, könnte er erhebliche wirtschaftliche Folgen für die Nachbarstaaten haben. Grenzbeschränkungen, Verzögerungen im Transportwesen, ein Rückgang des Verbrauchervertrauens sowie Störungen auf informellen Märkten könnten dann zu einem Rückgang des afrikanischen Bruttoinlandsprodukts um 2,37 Milliarden US-Dollar führen.

Nach einer aktuellen sozioökonomischen Bewertung des UNDP könnte der Ebola-Ausbruch zudem dazu führen, dass in der DR Kongo fast eine Million weitere Menschen unter die Armutsgrenze fällt. Bereits heute lebten sechs von zehn Einwohnern des Landes in Armut, betonte Mama.

Der derzeitige Ebola-Ausbruch begann am 15. Mai im Osten der DR Kongo sowie in Uganda und betrifft inzwischen drei Provinzen des Landes. Nach den jüngsten Angaben wurden bislang 1.307 Infektionsfälle bestätigt. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 377, was einer Sterblichkeitsrate von 28,8 Prozent entspricht.

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